Ist Homosexualität christlich? – Versuch einer bleibenden Antwort

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Ausgelöst durch meinen Artikel ProChrist, die Schwulen und die Politik entspann sich auf meinem Blog eine Diskussion über das Verhältnis des christlichen Glaubens zur Homosexualität. Mein Artikel thematisierte ja vor allem die Beteiligung von Politikern und Bischöfen im Kuratorium der evangelikalen Initiative, und eigentlich nur am Rande die Frage, die scheinbar für viele Leute die zentrale ist: Ist Homosexualität christlich?

Dieser Artikel richtet sich nun alle, die mit mir gemeinsam über diese Frage nachdenken möchten. Dieses Nachdenken ist für alle Seiten mit Zumutungen verbunden – zuerst einmal die Zumutung, eine ziemlich lange Ausführung zu lesen. Ich freue mich auf jeden Diskussionsbeitrag und bitte lediglich darum, dass Du dich zuerst auf meine Gedanken einlässt. Wenn Du dazu nicht willens bist, dann verabschieden wir uns besser jetzt schon. Ich bin mir sicher, Du findest andernorts genug Gelegenheit, deine Gedanken loszuwerden, ohne Dich mit meinen auseinanderzusetzen. Wenn Du aber Lust hast am gemeinsamen Nachdenken, lade ich Dich zu ein paar Gedankensprüngen ein.

Erster Gedankensprung: Die Frage ist falsch gestellt.
Die Frage lautet also: „Ist Homosexualität christlich?“ Ich behaupte, die meisten von uns – und besonders die Menschen, die die Frage mit „Nein“ beantworten – fragen nach einer religiösen Antwort. Und nach einer moralischen Antwort, die sich aus dem religiösen Urteil ergibt.

Um eine religiöse (und später eine moralische) Antwort zu erhalten, müssen wir aber eine religiöse Frage formulieren. Die Frage „Ist Homosexualität christlich?“ ist ihrem Kern nach aber zuerst weder eine religiöse noch eine moralische, sondern eine soziologische Frage. Die Kategorie „Christlichkeit“ ist (jedenfalls zuerst) ein soziologischer Begriff. Wenn wir glauben, mit der Beantwortung der Frage nach der Christlichkeit einer Sache eine religiöse Aussage zu machen, liegen wir falsch. Die Antwort auf diese Frage hat keine religiöse Qualität, sondern ist lediglich eine soziologische Auskunft. Nämlich darüber, ob etwas oder jemand zum Phänomen „Christenheit“ gehört.

Wenn wir eine religiöse Antwort wollen (und danach eine moralische), müssen wir eine religiöse Frage stellen. Das tue ich nach dem kleingedruckten Text. Im „Kleingedruckten“ führe ich aus, warum uns die soziologische Frage nicht weiter bringt, und die Frage nach der „Christlichkeit“ der Homosexualität unsinnig ist.

Wir beantworten also einmal, was im Sinne unserer bisherigen Frage „christlich“ ist. Das können wir von den Grenzen dessen her tun, was uns als „die Christenheit“ erscheint. Die Frage lautete dann: was ist Drinnen (also christlich) oder Draußen (also nicht-christlich)? Wir würden davon ausgehen, dass es klar definierte Grenzen gäbe, innerhalb derer man das Christliche versammeln könnte und die Sachen aus ihnen ausschließen, die unchristlich sind. Wir müssten erkennen, dass alles erst einmal unchristlich ist, aber ebenso alles christlich sein kann und wir eines übergeordneten Kriteriums bedürfen, das uns hilft, diese Unterscheidung zu treffen.

Ich möchte deshalb nicht von den Grenzen der Christenheit, sondern von ihrem Zentrum her denken. Denn so sehr wir die Grenzen dessen, was christlich ist, nicht bestimmen können – jedenfalls nicht ohne irgendein anderes Kriterium anzurufen und ins Feld zu führen – so sicher können wir sagen, was im Zentrum des Christentums steht. Das Zentrum des Christentums ist unzweifelhaft das Evangelium von Jesus als dem Christus.

Wenn wir den soziologischen Begriff der „Christlichkeit“ also so verstehen, wie er seiner Struktur nach verstanden werden will, ist christlich all das, was den Glauben an Jesus von Nazareth, als den von Gott erwählten Erlöser, in das Zentrum stellt.


In diesem Sinne sind die röm.-kath. Kirche, die Kirche Jesu Christi der letzten Tage (Mormonen) und der christliche Schwulen-und-Lesben-Stammtisch alle christlich. Soziologisch könnten wir jetzt noch Aussagen über die Nähe zum Zentrum treffen und in diese Betrachtung z.B. die Wertigkeit von Sonderüberlieferungen einbeziehen. Herauskommen würde ein Bild voller unterschiedlicher Schattierungen. An den Grenzen, die ja trotz der Betonung des Zentrums existieren, bedürften wir einer allgemein anerkannten Autorität, um eine Klärung herbei zuführen.


Im Katholizismus bestimmt das Lehramt, was Draußen und was Innen ist – was als christlich und als unchristlich zu gelten hat. Der Protestantismus hat ein solches Lehramt abgelehnt und an die Stelle des Lehramts die Bibel gesetzt (Luthers sola scriptura). Wenn die Bibel also die normative Instanz im Protestantismus ist, stellt sich die Frage nach ihrer Auslegung in neuer Dringlichkeit.


An dieser Stelle stehe ich in der Gefahr, Dich, meinen geschätzten evangelikalen Leser zu verlieren. Da Du bestreitest, dass andere Auslegungen der Bibel außer der wörtlichen Gültigkeit besitzen. Lass mich Dir eine Brücke bauen: unerheblich, ob Du oder Ich Recht habe, allgemein anerkannt sind beide Sichtweisen nicht, ebenso wenig wie das katholische Lehramt.


Ich halte fest: An Hand des soziologischen Begriffs der Christlichkeit können wir entscheiden, in wie fern eine Sache, eine Person, eine Gemeinschaft der Christenheit zuzurechnen ist oder nicht. Letztgültige Antworten darauf können wir nur mit Rückgriff auf eine allgemein anerkannte Autorität machen. Es mag sein, dass ich persönlich für mich eine solche Autorität anerkenne – es mag der Papst in Rom oder die verbalinspirierte heilige Schrift sein – jedenfalls handelt es sich dabei nicht um eine allgemein anerkannte Instanz.


Eine letztgültige Antwort ist also nicht möglich. Das sollte uns demütig machen, wenn wir in der Versuchung stehen, wieder einmal und für alle Zeiten zu erklären, was christlich ist und was nicht. Schlussendlich stehen wir nämlich in der Gefahr, uns selbst zu dieser allgemein anerkannten Autorität zu erklären. Und damit – da bin ich mir sicher – würden wir im Widerspruch zu allen Autoritäten stehen, die wir vorgeben anzurufen, sei es das Lehramt, die heilige Schrift oder der Heilige Geist persönlich.

Zweiter Gedankensprung: Weg von der soziologischen Auskunft, hin zur religiösen Antwort
Wenn wir auf der Suche sind nach einer religiösen Antwort, müssen wir nach der religiösen Qualität einer Sache fragen und nach einem verantwortlichen Ethos, der sich aus ihr ergibt. Wenn wir wirklich urteilen wollen, ob Homosexualität im Rahmen des christlichen Glaubens als moralisch „gut“ oder „schlecht“ zu beurteilen ist, muss unsere Moral in diesem christlichen Ethos gegründet sein.

Eine religiöse Frage nimmt Bezug auf das Unbedingte. Wenn wir nach der religiösen Qualität einer Sache fragen, dann nicht nach einer zusätzlichen Eigenschaft dieser Sache, sondern nach ihrem tiefsten Kern, nach dem, was uns an der Sache unbedingt angeht. Die Frage, die zu beantworten sich lohnt, muss also lauten: Gibt es eine religiöse Dimension der Homosexualität?

Nun doch: die Bibel
Als evangelischer Christ greife ich zur Beantwortung dieser Frage auf meine religiöse Tradition zurück. Ich lande also unwillkürlich bei der Bibel. Ich weiß, dass in der Bibel an unterschiedlichen Stellen auf homosexuelle Praktiken rekurriert wird, diese will ich zuerst einmal betrachten.

An einigen Stellen geht es um die in der antiken Welt übliche Knabenliebe. Diese wird abgelehnt, weil es sich hierbei um ein nach dem Evangelium unzulässiges Abhängigkeitsverhältnis handelt. Das Verbot richtet sich also gegen Päderastie. Wir lernen vor allem von Paulus, dass eine sexuelle Beziehung von Gleichberechtigung, von fairer Partnerschaft geprägt sein muss. An anderen Stellen geht es um – flapsig formuliert – „Gelegenheits-Homosexualität“. Also um homosexuelle Praktiken, die z.B. im Kriege, in Gefängnissen, auf Schiffen – eigentlich immer dort wo es an Frauen mangelte – zur Befriedigung sexueller Bedürfnisse ausgeübt wurden.

Wenn der sexuelle Akt eine religiöse Dimension hat, dann nur, wenn er nicht allein der Befriedigung sexueller Bedürfnisse dient, sondern ein im wahrsten Sinne des Wortes intimes Geschehen ist. Intimität setzt gleichberechtige Partner voraus, deshalb verdammen die Autoren der Bibel sowohl Päderastie als auch den homosexuellen (übrigens auch den heterosexuellen) „Gelegenheits-Verkehr“. Wobei hier keine Häufigkeit („gelegentlich“) gemeint ist, sondern eine Motivation („weil es mir gelegen kommt“).

Intimität als tiefster Grund der Sexualität setzt Einvernehmen, Gleichberechtigung und die Bereitschaft voraus, sich mitzuteilen. Sex ist die direkteste Kommunikation, zu der Menschen fähig sind. Wir lassen alle Hüllen fallen und begeben uns in die unmittelbare Nähe eines anderen Menschen. Wir geben die Kontrolle ab und lassen uns aneinander Teil haben. Eine solche Intimität berührt uns fundamental, weil wir in der Begegnung mit einem anderen Menschen zu uns selbst kommen. Wir erkennen uns als wertvoll und aufeinander angewiesen, und doch als endliche Wesen. Eine solche Intimität ist die religiöse Dimension jeder Sexualität. Kann diese Intimität auch von Schwulen und Lesben gelebt werden?

Die alt-orientalische Stammesgesellschaft lehnte eine partnerschaftliche Homosexualität ebenso ab wie die „Gelegenheits-Homosexualität“ – das muss man nicht verschweigen. Sie tat das ganz einfach deshalb, weil man sie für den Zusammenhalt der Gemeinschaft als schädlich empfand. An diesem Beispiel können wir mehr über das Verhältnis der Religion zu unterschiedlichsten Sozialformen lernen, als über Homosexualität. Denn das religiöse Verbot der gleichgeschlechtlichen Partnerschaft (auch in anderen Religionen) ist nichts anderes als eine Legitimation einer als nützlich angesehenen Sozialform. Auf die gleiche Weise hat das Christentum zum Beispiel auch die bürgerliche Kleinfamilie heiliggesprochen, weil es ihr, ihrem Zwecke nach, nützlich erschien. Im Bewusstsein sich selbst auszudrücken, hat die Kirche zur Stabilisierung vieler Sozialformen beigetragen. Von einigen wissen wir heute, dass die Christenheit damit in Widerspruch zu ihrer eigenen Sendung geriet, z.B. als sie die Volksgemeinschaft heiligpries, den Feudalismus weihte, die Waffen segnete.

Immer dann wenn die Religion eine einzelne Sozialform nicht nach ihrem tiefsten Grund befragt, sie transzendiert und unter ihr Gericht stellt, kommt sie ihrer Sendung, nach dem Unbedingten zu fragen, nicht nach, sondern setzt Bedingtes an seine Stelle. Die Bibel nennt das Götzendienst.

Haben wir auch die heterosexuelle Paarbeziehung zu einem Götzen gemacht? Sollte das Christentum neu nach dem tiefsten Grund der Partnerschaft zwischen Menschen fragen und von ihm aus urteilen?

Dritter Gedankensprung: Konsequenzen für den christlichen Ethos
Für den einzelnen Menschen verkündet das Christentum die Möglichkeit, in einer intimen Partnerschaft – aber längst nicht nur dort – in Berührung mit sich zu kommen. Dieses Vermögen zeichnet ihn als Menschen aus; es ist nicht gut, dass er allein sei.

Das Christentum, wenn es dem Leben dienen will, muss solche intimen Partnerschaften schützen und ihnen aus seiner Sendung heraus zum Durchbruch verhelfen. Nur dort können Menschen intim miteinander werden, wo sie sich selbst als ganze Person anerkennen können. Das Christentum spricht dies zuerst im Symbol der Gottesebenbildlichkeit aus. Und weiß doch weiter um die bestehende Sehnsucht jedes Menschen nach Vergebung, Ganzheit und Erlösung.

Im Politischen muss das Christentum sich von seiner vormaligen Heiligung einzelner Sozialformen lösen. Es darf weder heterosexuelle, noch homosexuelle Partnerschaften an sich heiligsprechen. Es muss sich dort investieren, wo Menschen nach dem Unbedingten fragen. Die Gleichstellung homosexueller Menschen muss daher als Anliegen der Christenheit gelebt werden.

Vierter Gedankensprung: Identifikation und Mitgefühl
Als ich vor ein paar Tagen über ProChrist, die Schwulen und die Politik schrieb, wurde ich daraufhin in einigen Kommentaren wie selbstverständlich für schwul gehalten. Als ob man schwul sein muss, um dieses Anliegen zu vertreten. Flapsig gesagt: Es ist für die Beantwortung der Fragen scheißegal, ob ich schwul bin oder nicht. Und dass ich nicht schwul bin, gereicht mir nicht zur Entschuldigung, nichts zu diesem Thema zu sagen.

In letzter Zeit habe ich Theologen und Christenmenschen allenthalben davon sprechen hören, dass Compassion – also Mitgefühl – der (neue?) Leitbegriff christlichen Mit-Lebens (und christlicher Seelsorge) sei. Einfühlung in die Realität der Ungerechtigkeit, in das Gefühl der Ablehnung auch und gerade durch die eigenen Glaubensgeschwister, ist Bedingung für Handeln im Politischen. Es ist auch das Mindeste, was man von einem Christen fordern kann.

9 Kommentare

  1. Da wird bestimmt wieder einiges an Widerspruch kommen… Ich für meinen Teil sage: Danke. Meine Unterschrift hast du 🙂 Es geht aus christlicher Perspektive um das innerste Wesen einer Beziehung, egal ob hetero- oder homosexuell. Punkt.

  2. Deine Frage ist eine mögliche Frage. Die andere wäre: Was würde Jesus sagen? Ich glaube nicht, das er jemanden für seine Sexualität verurteilen würde. Das hat er nie getan, rein neutral betrachtet ist die christliche Religion dem gesamten Menschengeschlecht zugänglich.

  3. Lieber Philipp,

    kurz: ich finde Deine beiden diesbezüglichen Artikel sehr gut. Man könnte zwar fragen, wie hilfreich es Deinem Ziel wirklich ist, aus der theologischen Binnenperspektive den Umweg über die soziologische Außenperspektive als Ausgangspunkt Deiner ansonsten vorzüglichen Argumentation zu wählen, aber denkbar ist das schon.

    Ich hätte eher den bibelhermeneutischen Ansatz gewählt, weil mir scheint, daß das Kernproblem gar nicht die Homosexualität ist, diese Debatte vielmehr nur einen Nebenschauplatz darstellt.

    Man könnte von daher aber auch fragen, warum aufgeklärte Christen diese Diskussion(en) (etwa auch über die Frauenordination, warum nicht gleich über die Möglichkeiten von Vielehe [Abraham et alii!] und Sklavenhalterschaft [Paulus!]) mit moralinversauerten Biblizisten überhaupt noch führen. Du wirst in Deinen Beiträgen keinem verstockten Evangelikalen oder vernunftvakanten Anhänger der Verbalinspiration erklären können, daß Gott die Bibel nicht selbst geschrieben hat. Also spar Dir doch die Mühe, vor allem den Ärger, trink ein Bier und laß den Pietcong nach seiner Facon selig werden…

  4. Ich finde du gehst in deinem Artikel den grundlegenden Fragen aus dem Weg – zumindest für mich als evangelikalen Leser.

    1. Was ist eigentlich christlich? – Und zwar vom neuen Testament aus gesehen. Wir Evangelikale setzen eine persönliche Glaubenserfahrung voraus damit man zum christlichen Kreis dazugehört. Und das ist biblisch. Dazu muss man nur einmal die Apostelgeschichte lesen. Wenn Menschen sich für diese neue „Sekte“ entschieden haben, hatte das einen kompletten Wandel ihres Lebens zur Folge.
    Wir glauben, dass diese Erfahrung dazu führt, dass man freiwillig die Gebote halten will. Nach der Entscheidung für Jesus und der darauffolgenden Änderung des Kurses meines Lebens möchte ich einfach nicht mehr so bleiben wie ich bin. Ich will nicht mehr Schlechtes über andere reden, ich will nicht mehr stehlen.
    – Viele Homosexuelle ändern sich schon deshalb aufgrund dieser Erfahrung – Das ist übrigens eher der Regelfall.

    2. Die Briefe im Neuen Testament, die sich zu diesem Thema äußern sind von Paulus geschrieben – und daran gibt es auch historisch-kritisch eigentlich keinen Zweifel. Wer war Paulus? Aus welchem Hintergrund kam er, dass er so etwas schreibt? Gab es das Phänomen Homosexualität im Judentum nicht? Diesen Fragen solltest du dich vielleicht mal stellen.

    • Viele Homosexuelle ändern sich schon deshalb aufgrund dieser Erfahrung – Das ist übrigens eher der Regelfall.

      In welcher Realität?

      zu 2.: Ich glaube, dass ich die zugehörige hermeneutische Frage im obenstehenden Text beantworte. Aber unser Umgang mit der Bibel ist unterschiedlich, daran wirds wohl liegen.

      • 2. Ich sehe nicht wo du diese Fragen beantwortest. Es geht hier ja um einen Menschen – Paulus, der diese Briefe verzapft hat – nicht um die „Kirche“, die „Stammesvölker“, etc. Ich glaube du rührst da irgendwelche Sachen zusammen, die nicht zusammengehören. Paulus hätte genauso gut schreiben können, dass Homosexualität eine gute Sache ist aufgrund einer tiefgreifenden religiösen Erfahrung. Hat er aber nicht. Paulus kam aus Tarsus und da muss es ihm wohl öfter begegnet worden sein, denn es war ja in Griechenland nicht unüblich, wenn man sich den Anfang von Römerbrief durchliest (es gibt da auch andere Quellen als die Bibel, die uns das gleiche sagen).
        Wir Evangelikale interessieren uns übrigens auch nicht dafür, was die katholische Kirche irgendwann mal gemacht oder gesagt hat. Im Endeffekt hat sie fast 1000 Jahre lang den Menschen das Evangelium vorenthalten.

    • Naja, bei Petrus blieb der „komplette Wandel“ des Lebens während und nach der persönlichen Begegnung mit Jesus Christus wohl eher aus (vgl. nur Lk 23,54ff und Gal 2,11ff). Und entscheidend war das für Jesu und der katholischen Kirche Bild von ihm auch nicht.

      Und überhaupt mal eine Frage an die Evangelikalen: Kann man auch christlich sein ohne „persönliche Glaubenserfahrung“, ohne Vision, Audition, Ekstase oder sonstiger direkter Begegnung mit Gott? Kann auch der selig werden, der nicht gesehen hat (Joh 20,29)?

  5. Also, ich würde nicht sagen, dass ich zustimme, finde aber den Gedankengang interessant und anregend. Als Gesprächsgrundlage und als Ausgangspunkt für weitere Überlegungen sehr geeignet. Ich glaube, mir hat’s geholfen!

  6. Pingback: Moment mal: Was heißt hier konservativ? | theologiestudierende.de

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