Nicht vom Brot allein

„Da wurde Jesus vom Geist in die Wüste geführt, damit er von dem Teufel versucht würde. Und da er vierzig Tage und vierzig Nächte gefastet hatte, hungerte ihn. Und der Versucher trat zu ihm und sprach: Bist du Gottes Sohn, so sprich, dass diese Steine Brot werden. Er aber antwortete und sprach: Es steht geschrieben: »Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeden Wort, das aus dem Mund Gottes geht.“ – Matthäus 4, 1-4

Die vorösterliche Passionszeit wird häufig auf diese 40 Tage, die Jesus von Nazareth in der Wüste verbracht hat, zurückgeführt.

Jesus wird vom Geist Gottes in die Wüste geführt, um sich dort zu erweisen. Das Gleiche geschieht auch uns täglich. Christen beten um Hilfe in ihrem Leben, um Mut oder mehr Zeit, Geduld, Gelassenheit, Selbstbewusstsein und noch viel mehr. Der falsche Weg wäre es, darauf zu warten, dass einfach so etwas passiert. Vielmehr werden auch wir in Situationen geführt, in denen wir das Potenzial, das da in uns liegt, erfahren können. Wir erleben eine Situation, in der wir endlich mutig sein müssen und erfahren, dass wir es können. Ich erlebe immer wieder, dass ich zornig werde und mich immer wieder über die gleichen Dinge aufrege, dann denke ich an mein Gebet, spüre, dass ich gelassener werde, weil Gott auch dies in mich hineingelegt hat. Gebet ist Erinnerung.

Jesus wird mit seinem eigenen Wunsch nach Nahrung konfrontiert. Er besinnt sich auf das, was ihm noch wichtiger ist, als satt zu werden. Er besinnt sich auf das Wort, welches Gott in sein Leben gegeben hat und wird satt.

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