Die Bekehrung des Paulus predigen

Die sommerliche Vertretung im Thüringischen neigt sich langsam dem Ende entgegen. Zur Erinnerung: wir haben dort auch in diesem Sommer (wie im letzten Jahr) die Gottesdienste während des Urlaubs des Ortspfarrers übernommen. Am Freitag geht die Sommerabendgottesdienstreihe „Heimat“ mit der Kirchgartenserenade in Neidhartshausen zu Ende. Diesmal unter dem Motto „Heimat schenken“. Zu den Abendgottesdiensten hier auf dem Blog später mehr. Zum Dienst gehören aber auch eine Reihe „normaler“ Sonntagmorgengottesdienste, von denen am kommenden Sonntag noch zwei anliegen.

Die Perikopenreihe sieht für dieses Jahr eigentlich 1. Kor 3, 9-15 vor. Als Gelegenheitsprediger nehme ich mir aber die Freiheit, davon abzuweichen. In den nächsten Tagen soll es also – auch hier auf dem Blog – um die Bekehrung des Paulus (Apg 9, 1-20) gehen.

Predigtideen
Neben einer ordentlichen Exegese, die verhindern sollte, dass man dem Text irgendetwas aufzwingt und sicherstellt, dass man wenigstens gescheit gegen ihn anpredigen kann, braucht jede Predigt (als Rede) m.E. eine griffige Idee. Die entsteht im besten Falle durch das (Mit-)Leben in einer Gemeinde. Das fällt natürlicherweise als Gastprediger, der auch nur die Wochenenden vor Ort verbringt, schwer. Ausgangspunkt aber bleiben die Menschen vor Ort.

Ich halte es immer so: am Anfang der Woche schaue ich mir die zugrundeliegende Perikope gründlich an. Dann lebe ich mit ihr für ein paar Tage. Meistens kommen dann – auch nebenbei – Ideen hoch, wie man im Lichte des Texts heute über unser Leben reden könnte. Nicht alle diese Ideen sind gut oder eignen sich für eine im Idealfall zehnminütige Predigt. Aber wenn ich mich am Freitag oder Sonnabend hinsetzte und die Predigt in einem Rutsch schreibe, hat sich in meinem Kopf (und in den Notizen) die Predigt soweit verdichtet, dass ich beim Schreiben eigentlich selten einmal in Schwierigkeiten komme. (Ausnahmen hier immer wieder: Perikopen aus dem Johannesevangelium).

Für die Bekehrung des Paulus habe ich mir gestern ein Notizblättchen erstellt (hier zum Anschauen), dass meine wichtigsten Gedanken kurz zusammenfasst. Zwei oder drei der Predigtideen will ich auf dem Blog vorstellen und dann am Sonntag mit einer anderen predigen. So geht das alles nicht im Orkus des Schreibens verloren. Und ihr seht einmal, wie ich ungefähr arbeite. Hinweise, Kritik und Empfehlungen nehme ich gerne in den Kommentaren oder auf Twitter entgegen!

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