Flügge werden? – Rezension: „Der Jargon der Betroffenheit“ von Erik Flügge

„Warum stört mich Theologie so selten mit ihren Texten? – Im Grunde soll Theologie doch stören. Sie soll Fragen aufwerfen, die zum Denken anregen, die dazu zwingen, dass man über den eigenen Alltag hinaus die Fragen nach dem Sinn und der Ethik stellt. Von daher muss es das Ziel von Theologie sein, aufzufallen – auch negativ.“

Mit diesen anklagenden Sätzen beginnt Erik Flügge das Kapitel „Predigen“ seines Buches „Der Jargon der Betroffenheit – Wie die Kirche an ihrer Sprache verreckt“.

„Mein Problem ist, dass die Kirche mich nur unterbricht, aber nicht stört. Ich würde mir wünschen, sie würde mich stören oder gar verstören. Was bei mir ankommt, ist aber immer wieder ein Text, der mir zu klein, zu nett, zu brav ist und der mich aufhält statt aufzuwühlen.“

Mit seinem Büchlein legt Erik Flügge den Finger in die offenstehende Wunde der kirchlichen Sprachunfähigkeit. Er ist damit weder der erste, noch wird er der letzte sein, der die mangelnde Klarheit und Alltagstauglichkeit der kirchlichen Verkündigung anprangert. „Flügge werden? – Rezension: „Der Jargon der Betroffenheit“ von Erik Flügge“ weiterlesen

10 Tips for young Preachers

As it came to pass I was given the opportunity to deliver sermons in front of real congregations – you know, the smaller but quirkier ones. For a relatively young student of theology like me preparing and delivering sermons was and is quite a challenge. It should be that way, at least if you take your responsibility serious.

So I would like to share with you some of my thoughts on sermons, which I think are helpful especially to folks who start out preaching in public. „10 Tips for young Preachers“ weiterlesen

Meine Herren, frohes Fest! – Eine Weihnachtspredigt für Männer

Im Rahmen eines Seminars zur Weihnachtspredigt habe ich letztes Jahr eine Weihnachtspredigt für Männer geschrieben, die ich am 1. Sonntag nach Trinitatis auch in Halle-Diemitz und der Christuskirche gehalten habe. Ursprung meiner Predigtidee war der kurze Weihnachtsgruß eines Freundes an seine männlichen Freunde und Bekannten: Meine Herren, frohes Fest! „Meine Herren, frohes Fest! – Eine Weihnachtspredigt für Männer“ weiterlesen

Nicht nur meine „Rede des Jahres“ – Navid Kermani über Deutschland

Zur Feierstunde des Bundestages anlässlich des 65. Jahrestages der Verabschiedung des Grundgesetzes hielt Navid Kermani dieses Jahr eine großartige Rede. Natürlich wurde sie wahrgenommen, aber ich denke, noch viel mehr Menschen sollten sie hören. In einem Land wie Deutschland, dem es an wichtigen und schönen Reden mangelt und an Intellektuellen, die sich nicht in Ü80-Vergangenheitssprech ergehen (ja, sie Herr Grass), ist diese Rede mehr als nur ein Kleinod. Ich denke, es ist die beste politische Rede dieses Jahrzehnts. Und sie ist in diesen Tagen, in denen wir erneut über Zuwanderung und Asylrecht diskutieren, pures Gold.

 

 

Das Seminar für allgemeine Rhetorik der Universität Tübingen hat die Rede jetzt zur „Rede des Jahres“ gekürt. Ich schließe mich Lenz Jacobsen von DER ZEIT an: Danke, Navid Kermani!