Kritisches – #Longreads über Kritik, Kritiker und Kritisierte

Die Kritik ist leicht, die Kunst ist schwer.

(Philipp Destouches)

Es wird ja viel kritisiert. Auch im Internet, hab ich mir sagen lassen. Viele Kritiken kommen eher unflätig daher, doch auch eine Kritik kann kunstfertig verfasst sein. Das ist immer dann der Fall, wenn die Kritik und ihre Form zum gewünschten Publikum passt. Deshalb stelle ich heute einmal vier Kritiken vor. Lange Texte (#Longreads), die man an einem Schlechtwetternachmittag gut lesen kann. „Kritisches – #Longreads über Kritik, Kritiker und Kritisierte“ weiterlesen

Was immer unzertrennlich bleibt – Predigt am Karfreitag 2014 in Halle-Diemitz

In der Nacht aber, nachdem Jesus vom Kreuz abgenommen war und in das Grab gelegt, waren sie im Hause Josephs von Arimathäa zusammen – Nikodemus, Maria, die Mutter Jesu und ihre Schwester, dazu Maria, die Frau des Klopas und Maria aus Magdala und der Jünger, den Jesus lieb hatte. Sie brachen das Brot in Trauer und tranken den Wein mit Tränen, auf dass erfüllt würde, was Jesus ihnen beim letzten Mahl sagte: „Ihr werdet weinen und klagen, aber die Welt wird sich freuen; ihr werdet traurig sein, doch eure Traurigkeit soll in Freude verwandelt werden.“ „Was immer unzertrennlich bleibt – Predigt am Karfreitag 2014 in Halle-Diemitz“ weiterlesen

Tanze auf den Trümmern!

Eine unverschämte Aufforderung an alle, die vor den Trümmern ihres Lebens, ihres Projekts und der Welt stehen. Der Predigttext für den 4. Advent aus Jesaja 52:

Die frohe Botschaft
Wie lieblich sind auf den Bergen die Füße der Freudenboten, die da Frieden verkündigen, Gutes predigen, Heil verkündigen, die da sagen zu Zion: Dein Gott ist König! Deine Wächter rufen mit lauter Stimme und rühmen miteinander; denn alle Augen werden es sehen, wenn der HERR nach Zion zurückkehrt. Seid fröhlich und rühmt miteinander, ihr Trümmer Jerusalems; denn der HERR hat sein Volk getröstet und Jerusalem erlöst. Der HERR hat offenbart seinen heiligen Arm vor den Augen aller Völker, dass aller Welt Enden sehen das Heil unsres Gottes. „Tanze auf den Trümmern!“ weiterlesen

Singen im Angesicht des Todes

Ich habe keinen Artikel, nur ein paar Gedanken.

Wenn wir bei den FSJ-Seminaren über Tod und Sterben sprechen, dann immer auch über Trauerfeiern und wie diese gestaltet werden. Auf die Frage „Was findet während einer Trauerfeier alles statt?“ ist die erste Antwort, dass eine Rede gehalten wird. Die Zweite, dass Musik gespielt oder gesungen wird. Während das Redehalten in den meisten Fällen in den Händen – hoffentlich professioneller – Dritter liegt, geht die Musik alle Teilnehmer der Feier an. Oft so sehr, dass die Lieder im Gedächtnis bleiben, wenn alles Gesprochene längst vergessen wurde.

Wenn wir am Totensonntag oder zu Karfreitag in der Kirche sitzen und „Ermuntert euch, ihr Frommen“ oder „O Haupt voll Blut und Wunden“ singen, geht das uns alle an? Wird auch hier verhandelt, was uns alle betrifft? Können wir singen, was nicht zu sagen, nicht zu glauben ist? „Singen im Angesicht des Todes“ weiterlesen