3 x Moment mal, 1 x Lesenswert (Januar 2016)

Diesen Januar habe ich gleich drei Moment-mals für theologiestudierende.de geschrieben. Das hat sich so ergeben und kommt so bald nicht wieder vor, versprochen. Normalerweise bin ich da einmal im Monat dran. Außerdem habe ich dort ein Lesenswert zusammengestellt. Hier – wie bereits angekündigt – die Leaser (Links + Teaser).

Gute Vorsätze (vom 4. Januar 2016)
„Wir haben die Eigenart, gute Vorsätze schnell zu vergessen. Vielleicht liegt das auch daran, dass die wenigsten von ihnen in der Tiefe gründen, sondern sich doch letzten Endes um uns selbst drehen. Doch nie in den letzten zwanzig Jahren war es so einfach Kirche zu sein wie jetzt. Es liegt uns in der Tat alles zu Füßen.“

Wie deine Mutter (Lesenswert vom 9. Januar 2016)

„Ein neues Jahr, eine neue Jahreslosung. Eine kleine Materialsammlung zur Jahreslosung „Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet.“ (Jesaja 66, 13) gibt es in unserem neuesten Lesenswert.“

Bibellesen mit Ulrich Parzany (vom 11. Januar 2016)
„Da habe ich mir gedacht, wäre es doch gut, sich einmal anzuschauen, wie denn Ulrich Parzany stattdessen gerne die Bibel lesen und lehren möchte – und zwar ganz konkret. Wie ein Kind also höre ich mal hin, was Onkel Parzany mir hier mitgebracht hat: …“

Liebe ist für alle da (vom 18. Januar 2016)
„Die Evangelische Kirche im Rheinland (EKiR) hat beschlossen, die Segnung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften der Trauung zwischen Mann und Frau gleichzustellen. Mehr noch, statt von Einsegnung zu sprechen, wird die EKiR die Eheschließung vor Gott in ihren Kirchen als Trauung und also das, was der deutsche Staat als eingetragene Lebenspartnerschaft benennt, als das be(ur)kunden was es ist: eine Ehe.“

Mirjam singt – Predigt zum Singegottesdienst am 16. August 2015 in Neidhartshausen

Heute haben wir in Neidhartshausen einen Singegottesdienst gefeiert. Jeder Liturgieteil wurde von der Gemeinde gesungen, dazwischen haben wir die einzelnen Gottesdienstteile erklärt. In der Predigt habe ich das Lied Mirjams aus Exodus 15 aufgenommen.


I

Singt dem Herrn, denn hoch erhaben ist er; Ross und Reiter warf er ins Meer.

So singt sie – eine einzelne Frau aus dem Volk Israel, aus der Gruppe von Menschen, die durch das Rote Meer gezogen sind und den Ägyptern entkommen konnten.

Ihr Name ist Mirjam und sie singt ihr Lied. Ein Lied, das nicht ihres allein bleibt, sondern zum Lied für viele wird. Sie lassen sich von ihr anstecken, von dem, was sie bewegt und stimmen ein in ihr Lob, ihren Dank, in ihren Gesang zu Gott. „Mirjam singt – Predigt zum Singegottesdienst am 16. August 2015 in Neidhartshausen“ weiterlesen

Und alle Welt vergehet – Eine Biedermeierkritik zum 200. Todestag von Matthias Claudius

Am 21. Januar 2015 jährt sich das Ableben Matthias Claudius‘ zum 200. Mal. Er ist einer der wenigen Dichter, von dem mit Fug und Recht behauptet werden kann, dass wenigstens einige seiner Zeilen in das Gedächtnis unserer Kultur eingeschrieben sind. Dazu gehören vielleicht noch ein paar Zeilen Goethe, Schiller, Heine und später sind Bonmonts von Kästner und Brecht hinzugetreten, aber jedes Kind kennt den Mond, der aufgegangen ist.

„Es gibt Melodien und Verse, die lange Zeit im kollektiven Gedächtnis einer Kultur bleiben – auch bei Leuten, die behaupten, keine Ahnung von Musik und Lyrik zu haben. In hiesigen Breiten wird beim Anblick des Mondes wohl nicht nur an Raumfahrt gedacht, sondern auch an das Abendlied von Matthias Claudius. „Der Mond ist aufgegangen“: Diese Verse schildern zunächst Natureindrücke, – Mond, schweigender Wald, weißer Nebel – dann gehen sie in eine kleine Predigt über, sprechen von der menschlichen Torheit; schließlich werden sie zum Gebet mit der Bitte um einen ruhigen Schlaf.“ – aus „Matthias Claudius – ein bescheidener Charakter“ von Angela Gutzeit (deutschlandfunk.de)

Neuer Biedermeier
Irgendwo – wahrscheinlich an mehreren Stellen in diesem Internet, nur wo genau, dass weiß ich nicht mehr – habe ich den letzten Tagen davon gelesen, dass wir den Beginn eines neuen Biedermeiers erleben. Der Erfolg von Hipster-Landzeitungen und der Unwille mancher Zeitgenossen gerade der jüngeren Generation, sich mit den wichtigen Fragen der Zeit auseinanderzusetzen, wurden als Beweise für diese These herangezogen. „Und alle Welt vergehet – Eine Biedermeierkritik zum 200. Todestag von Matthias Claudius“ weiterlesen