Weihnachtschristen

Als Weihnachtschristen werden von traditionellen Kirchenchristen vor allem jene bezeichnet, die nur einmal im Jahr zum Heiligen Abend in die Kirche kommen. Natürlich nur im Spaß, nicht wahr? Und aus der Perspektive derjenigen, die sich aufreiben, um in den Kirchen des Landes gerade zur Advents- und Weihnachtszeit gutes Programm zu machen, kann ich die darin verborgene Kritik sogar gut nachvollziehen. Was habe auch ich mich schon gefragt, ob der besondere Gottesdienst, das gelungene Krippenspiel, die gute Predigt nicht vielleicht auch dazu führen könnte, das ein oder andere Gesicht häufiger und früher wieder zu sehen, als zum nächsten Heiligabend?

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Meine Herren, frohes Fest! – Eine Weihnachtspredigt für Männer

Im Rahmen eines Seminars zur Weihnachtspredigt habe ich letztes Jahr eine Weihnachtspredigt für Männer geschrieben, die ich am 1. Sonntag nach Trinitatis auch in Halle-Diemitz und der Christuskirche gehalten habe. Ursprung meiner Predigtidee war der kurze Weihnachtsgruß eines Freundes an seine männlichen Freunde und Bekannten: Meine Herren, frohes Fest! „Meine Herren, frohes Fest! – Eine Weihnachtspredigt für Männer“ weiterlesen

Verleihung des Jan-Hus-Predigtpreises

Am letzten Sonntag, den 1. November 2015, habe ich in Herrnhut einen Preis abgeholt. Für meine Predigt über die Bekehrung des Jüngers Hananias wurde ich mit dem 2. Platz / Jugendpreis des Jan-Hus-Predigtpreises ausgezeichnet. Einen herzlichen Dank noch einmal der Brüder-Unität, den Organisatoren des Wettbewerbs und der Jury.

Verleihung des Jan Hus Predigtpreises 2015 im Herrnhuter Kirchensaal
Verleihung des Jan Hus Predigtpreises 2015 im Herrnhuter Kirchensaal, © Ev. Brüder-Unität

Aus der Laudatio von Dr. Bernhard Goodwin (Institut für Kommunikation und Medienforschung München, @BeGoodDe): „Der Preisträger arbeitet aus der bekannten Bekehrungsgeschichte eine zweite Bekehrungsgeschichte heraus. Eine die uns etwas angeht, weil wir ja nicht durch Vorderasien ziehen und Christen verfolgen, wie es Saulus getan hat, sondern weil wir in unserem sicheren Haus sitzen, wie Hananias aus Damaskus.“ […] „Mich hat die Sprache von Greifenstein angesprochen, weil sie klar, verständlich und berührend ist. Er nimmt die Bibel ernst und liest sie genau. So lässt er mich in einer seit Kindertagen bekannten Geschichte etwas Neues entdecken. Lässt Gottes Wort mich ansprechen. Damit steht er in der Tradition von Jan Hus und hat den zweiten Preis verdient. Dass dies gleichzeitig der Jugendpreis ist, liegt am Alter des Preisträgers, nicht an der Qualität seiner Einsendung.“

In der Glaube + Heimat ist am letzten Wochenende auch ein Artikel von Thomas Kowalski über den Predigtpreisgewinn erschienen. Daraus: „Es geht dabei [in der Predigt] um die Bekehrung des Saulus zum Paulus durch Hananias in Damaskus (Apg 9, 1-20). „Die Bibelstelle ist sehr bekannt“, sagt Greifenstein; „Deswegen fand ich es spannend, die Geschichte anders herum zu erzählen.“ So werde nicht nur Paulus, sondern auch Hananias bekehrt. Denn dieser habe sich zuerst geweigert, zu Paulus zu gehen. „Bekehrung ist immer eine Sache, zu der zwei Leute gehören“, sagt er. Für ihn sollte Evangelisation gerade deswegen kein einseitiges Belehren sein. Doch viele Christen im Osten würden mit dieser Haltung das Evangelium predigen, ohne wirklich dem Fremden begegnen zu wollen. „Es ist schon eine politische Predigt zu einem aktuellen Thema geworden“, sagt Greifenstein, auch mit Blick auf die Flüchtlingspolitik in seiner Heimatstadt Dresden.“

Links:
Zusammenfassung der Preisverleihung auf der Website der Brüder-Unität (mit Bildern)
„Vielfalt von der Kanzel“, Artikel über den Predigtpreis auf der Website der EKD

Übergabe der Urkunde und eines kleinen Geschenks, © Ev. Brüder-Unität
Übergabe der Urkunde und eines kleinen Geschenks, © Ev. Brüder-Unität

Mirjam singt – Predigt zum Singegottesdienst am 16. August 2015 in Neidhartshausen

Heute haben wir in Neidhartshausen einen Singegottesdienst gefeiert. Jeder Liturgieteil wurde von der Gemeinde gesungen, dazwischen haben wir die einzelnen Gottesdienstteile erklärt. In der Predigt habe ich das Lied Mirjams aus Exodus 15 aufgenommen.


I

Singt dem Herrn, denn hoch erhaben ist er; Ross und Reiter warf er ins Meer.

So singt sie – eine einzelne Frau aus dem Volk Israel, aus der Gruppe von Menschen, die durch das Rote Meer gezogen sind und den Ägyptern entkommen konnten.

Ihr Name ist Mirjam und sie singt ihr Lied. Ein Lied, das nicht ihres allein bleibt, sondern zum Lied für viele wird. Sie lassen sich von ihr anstecken, von dem, was sie bewegt und stimmen ein in ihr Lob, ihren Dank, in ihren Gesang zu Gott. „Mirjam singt – Predigt zum Singegottesdienst am 16. August 2015 in Neidhartshausen“ weiterlesen