Rezension „Selbst denken: Eine Anleitung zum Widerstand“ von Harald Welzer

Hast Du Angst vor der Zukunft oder hast Du noch Hoffnung? Wer die Gegenwart verändern will, sollte sich nicht allzu sehr vor dem Morgen fürchten. Doch gerade das fällt angesichts gewaltiger Aufgaben wie dem Klimawandel, der Überbevölkerung der Erde, Kriegen und Krisenherden auch in der europäischen Nachbarschaft schwer.

Viele Menschen, die es sich leisten können, beschäftigt inzwischen immer mehr die Frage „Wie will ich morgen leben?“. Am Beginn der Lebensveränderung steht die Ermächtigung zum eigenen Denken und Handeln. Das Thema der diesjährigen Ausgabe der Fastenaktion „7 Wochen ohne“ ist zeitlos. Der Wissenschaftler Harald Welzer schrieb 2013 seine Anleitung zum Widerstand, eine dringende Auffoderung zum Selberdenken. „Rezension „Selbst denken: Eine Anleitung zum Widerstand“ von Harald Welzer“ weiterlesen

Was die Kirche vom Supermarkt lernen kann

Auch schon mal geärgert, wenn in der Stammkaufhalle auf einmal keiner der liebgewordenen Artikel wiederzufinden ist? Ich fühle mich vom Betreiber des Marktes dann regelmäßig veralbert. Was will er von mir? Dass ich mich länger als gewollt in seinen Hallen aufhalte und mehr kaufe, als ich eigentlich möchte? Dass ich aus meinem Einkaufstran erwache und ganz neue „Markenwelten“ entdecke? Und, was hat das alles mit der Kirche zu tun? „Was die Kirche vom Supermarkt lernen kann“ weiterlesen

Wortgeberin

Am 27. April jährt sich der Todestag Dorothee Sölles zum 10. Mal. Ich habe nicht viel von ihr gelesen, nur selten etwas von ihr gehört oder sie im bewegten Bild gesehen. Hängen geblieben sind eindrucksvolle Sätze. Damit bin ich nicht allein. Dorothee Sölle hat einer ganzen Generation friedensbewegter Christen solche Sätze gegeben. Als politische Aktivistin war sie der deutschen Demokratie eine wertvolle Stichwortgeberin. Als feministische Theologin hat sie den Ton der Kirchensprache verändert. Fulbert Steffensky, ihr Mann, sagt in seinem Nachwort zu einem Leben über sie: „Sie konnte weder von den Frommen noch von den Politischen, weder von den Konservativen noch von den Aufklärern ganz eingefangen werden. Sie erlaubte sich, die jeweils andere zu sein – den Frommen die Politische, den Politischen die Fromme, den Bischöfen die Kirchenstörerin und den Entkirchlichten die Kirchenliebende.“

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