Weihnachtschristen

Als Weihnachtschristen werden von traditionellen Kirchenchristen vor allem jene bezeichnet, die nur einmal im Jahr zum Heiligen Abend in die Kirche kommen. Natürlich nur im Spaß, nicht wahr? Und aus der Perspektive derjenigen, die sich aufreiben, um in den Kirchen des Landes gerade zur Advents- und Weihnachtszeit gutes Programm zu machen, kann ich die darin verborgene Kritik sogar gut nachvollziehen. Was habe auch ich mich schon gefragt, ob der besondere Gottesdienst, das gelungene Krippenspiel, die gute Predigt nicht vielleicht auch dazu führen könnte, das ein oder andere Gesicht häufiger und früher wieder zu sehen, als zum nächsten Heiligabend?

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Meine Herren, frohes Fest! – Eine Weihnachtspredigt für Männer

Im Rahmen eines Seminars zur Weihnachtspredigt habe ich letztes Jahr eine Weihnachtspredigt für Männer geschrieben, die ich am 1. Sonntag nach Trinitatis auch in Halle-Diemitz und der Christuskirche gehalten habe. Ursprung meiner Predigtidee war der kurze Weihnachtsgruß eines Freundes an seine männlichen Freunde und Bekannten: Meine Herren, frohes Fest! „Meine Herren, frohes Fest! – Eine Weihnachtspredigt für Männer“ weiterlesen

Are you lonely just like me? – Predigt am 16. August 2015 in Andenhausen

Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus. Amen.

Unser Evangelium und Predigttext aus dem Lukasevangelium (Lukas 7, 36-50) erzählt uns eine wohlbekannte Geschichte. Die Geschichte der armen Sünderin, die zu Jesus kommt und von ihm angenommen wird. Wir erinnern uns an die Ehebrecherin, die vor Jesus gebracht wird, damit er sie verurteilt. Und daran wie er nur sagte „Wer von Euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein“ und sich auf den Boden setzte und im Sand herum malte. „Are you lonely just like me? – Predigt am 16. August 2015 in Andenhausen“ weiterlesen

Rezension – „Neues Testament. Zentrale Themen“ von Lukas Bormann (Hg.)

Was hat die Bibel uns noch zu sagen? Spielen das Alte und das Neue Testament für unsere Theologie überhaupt noch eine Rolle? Es ist doch wohl so: Auf der einen Seite des theologischen Spektrums tritt die Bibel – d.h. ihre Geschichten, ihr Drive, ihre Härten und Wunderlichkeiten – in den Hintergrund. Sie liefert nurmehr Stichwörter für eine Verkündigung, die sich nicht nur in der Sprache, – das ist notwendig – sondern auch dem Inhalt nach von ihr ganz weit entfernt hat.

Auf der anderen Seite der Theologie wird im Fahrwasser der dialektischen Theologie und unter dem Einfluß des Evangelikalismus die wissenschaftliche Beschäftigung mit der Bibel auf dem Altar der Selbstgewissheit geopfert. Was dabei übrig bleibt an „biblischer Verkündigung“ mag dem Wortlaut dieser alten Schriften entsprechen, hat sich aber vielfach vom Geist des Gemeinten meilenweit entfernt. „Rezension – „Neues Testament. Zentrale Themen“ von Lukas Bormann (Hg.)“ weiterlesen