Wir pflügen und wir streuen – Matthias Claudius zum „Namenstag“

Der 21. Januar ist im Evangelischen Namenkalender der Gedenktag für Matthias Claudius. Den allermeisten dürfte Der Mond ist aufgegangen ja noch ein Begriff sein. Richtig, der weiße Neger und unseren kranken Nachbarn auch. Kann man Matthias Claudius heute noch gebrauchen? Ich hab das mal anhand eines seiner bekanntesten Beiträge zum Kirchenliedgut durchprobiert: Wir pflügen und wir streuen.

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Weihnachtsgeheimnis? – Weihnachtsandacht

Vielleicht habt ihr zu Hause bei Euch ja auch eine Weihnachtskrippe. Wir neigen dazu, eine Weihnachtskrippe als nur eine weitere Form von weihnachtlichem Schmuck zu sehen. Die Weihnachtskrippe ist aber Vergegenwärtigung einer Geschichte, auch wenn es sich bei dieser Geschichte nicht um ein historisches Ereignis handelt.

Bei meiner Mutter stehen gleich zwei. Eine davon ist ganz schlicht. Die Figuren sind aus Gips und unbemalt. Die Krippenfiguren stehen nicht einmal unter einem schützenden Dach. Aber sie sind alle da, die Protagonisten der Weihnacht: die Weisen, die Hirten, Schafe, ein Ochse und ein Esel, dazu Maria und Josef. Alle sorgsam gruppiert um einen Futtertrog, in dem ein kleines Kind liegt. Jede dieser Figuren hat eine Geschichte, die sich über Jahrhunderte entwickelt hat, aber die sollen uns heute einmal egal sein. In der Weihnachtserzählung des Lukas fehlen die Weisen. Selbst dem begnadetsten Erzähler des Neuen Testaments kann nicht alles einfallen. Aber wir müssen auf die Weisen nicht verzichten. Wir finden sie in der Weihnachtserzählung des Matthäus. Auch ihre Geschichte will ich heute nicht erzählen, es genügt schon zu wissen, dass sie von allen Protagonisten der Weihnacht, diejenigen sind, die uns am meisten ähneln.
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Heimat auf dem Weg – Gedanken zur Jahreslosung 2013

Die Jahreslosung für das Jahr 2013 lautet: „Wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir.“ Ich möchte mich ein wenig mit der Losung aus dem Hebräerbrief beschäftigen und schauen, in wie weit sie in unsere Situation hineinsprechen kann.

Gesellschaft
„Weihnachten entscheidet sich unterm Baum.“ So warb die Elektronikmarktkette Mediamarkt im Advent 2011 um Kunden. Abgesehen davon, dass in diesem kurzen Satz ein scheinbar allgegenwärtig akzeptierter und praktizierter Materialismus behauptet wird, liegt in ihm auch ein Fünkchen Wahrheit. Denn ist es nicht so, dass wir mit dem Weihnachtsfest Bilder, Wünsche und Vorstellungen verbinden, die unserem tatsächlichen Leben nicht entsprechen? Frieden, Geborgenheit, Heimat. Man kann die vielfältigen Verbrämungen des Christfestes zum „Fest der Liebe“ kritisieren – sollte es sogar – aber es darf nicht vergessen werden, dass in der Tiefe solcher Beschreibungen, Wünsche und Bilder der Menschen liegen, die von Geborgenheit, Ankunft und Frieden sprechen. „Heimat auf dem Weg – Gedanken zur Jahreslosung 2013“ weiterlesen

Martin Kähler als Wingolfit – Kähler-Studientag am 17. Oktober 2012

Wir haben uns hier in der „stummen Fakultät“ getroffen, die in der Praxis unserer Fakultät tatsächlich stummt bleibt. Die meisten Personen spielen nur als Paten für die Benennung unserer Hörsäle und Seminarräume noch eine Rolle. Hinzu kommen einige wenige folkloristische Veranstaltungen, wie diese hier. Unser Verhältnis zu den eigenen theologischen Ahnherren ist einer rein fachlichen Annäherung an das gewichen, was von ihrem theologischen Wirken bis heute von Wert ist, sich bis in die Diskurse unserer Zeit durchhält. Das muss nicht unbedingt wenig sein, wie wir an der Beschäftigung mit Martin Kähler lernen können.
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