Gesprächiges Eisen, stumme Propheten – Andacht zur SETh-VV 2013 in Halle

Was haben wir uns überhaupt noch zu sagen? Wer spricht eigentlich noch miteinander? Treffen wir und reden wir nur noch mit denen, deren Antworten uns vertraut vorkommen, die uns nicht verschrecken können? Was haben wir uns überhaupt noch zu sagen? Die Alten den Jungen, die Jungen den Alten? Die Arbeitslosen dem Professor? Der Bürger dem Obdachlosen? Der Ost- dem Westdeutschen? Die Katholikin dem Protestanten? Der Evangelikale dem Schwulen? Die Lesbe den Christen? Die Christen der Masse? Was haben wir uns überhaupt noch zu sagen? „Gesprächiges Eisen, stumme Propheten – Andacht zur SETh-VV 2013 in Halle“ weiterlesen

Viel Glück und viel Segen … – Die Wikipedia feiert Geburtstag

Im März 2001 wurde die Wikipedia in Deutscher Sprache aus der Taufe gehoben. Seitdem wurden über 1,5 Millionen Artikel angelegt, korrigiert, diskutiert, erweitert. Die Wikipedia hat unser Verhältnis zu Wissen und Nachschlagewerken im letzten Jahrzehnt revolutioniert. Ein Lob zum 12. Geburtstag.

Zuerst muss ich mich wohl outen: ich bin Wikipedia-Autor. D.h. bis vor einem guten Jahr habe ich regelmäßig in der deutschsprachigen Wikipedia mitgeschrieben. Neue Artikel angelegt und angefüttert, im Rahmen meines Wissens korrigiert und vor allem kleine Rechtschreibfehler ausgebügelt. Zur Zeit schreibe ich nicht mehr richtig mit. Ich pflege noch die Artikel, die ich angelegt habe und bewahre sie davor, verschandelt zu werden. An dieser Stelle aber einen herzlichen Dank an die Wikipedia-Community, die genau das viel besser und gründlicher schafft, als es ein Einzelner schaffen kann. WikipediaPLUS Nr. 1: Es gibt so viel Arbeit, dass sie nur im Team erledigt werden kann, und sie wird erledigt. „Viel Glück und viel Segen … – Die Wikipedia feiert Geburtstag“ weiterlesen

Der kleine Grieche – Philipp Melanchthon

„Gott gibt uns Beispiele, die uns anzeigen,
dass wir nicht so sehr durch menschliches Planen geleitet werden,
sondern dass wir von Gott Leitung erbitten müssen.“

Am 16. Februar 1497 wurde Philipp Melanchthon geboren. Nach umfassenden Sanierungsmaßnahmen wird an diesem Wochenende in Wittenberg das Melanchthonhaus wiedereröffnet. Eine Würdigung des „kleinen“ Reformators.

Viel ist in den letzten Jahrhunderten schon über diesen großen reformatorischen Lehrer und Theologen gesagt und geschrieben worden. Seine unheimliche Schaffenskraft führte ihn bereits in jungen Jahren auf das Katheder. Nachdem auch die damals junge Universität Wittenberg eine Professur für Griechisch einrichtete, kam er in die Stadt Luthers und der Reformation. Bekannt ist er in seiner Rolle als Reformator an der Seite Luthers, stets im Hintergrund und doch wortgewaltig, davon zeugen die Loci genauso wie die Confessio Augustana und deren Apologie. Geschätzt wird er darüber hinaus als Praeceptor Germaniae, der der humanistischen Bildung in deutschen Landen zu neuer Blüte verhalf.

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5 dusslige Fehler in studentischen Vorträgen

Wer an einer deutschen Universität studiert, kennt das Problem. Viele Seminare sind angefüllt mit schlechten Referaten. Die meisten Dozenten haben sich damit abgefunden: es gibt so viel anderes zu tun, als dass sie sich auch noch um die rhetorischen Schwächen ihrer Studenten kümmern können. Und, dem Herrn sei es geklagt, die meisten Kommilitonen scheinen sich einen Dreck darum zu kümmern, ob ihr Vortrag einigermaßen erträglich ist. Im folgenden die 5 dussligsten Fehler, die in studentischen Vorträgen begangenen werden …

1) Sitzenbleiben
Sitzenbleiben Was Du in der Schule schon nicht wolltest, solltest Du dir auch in der Uni klemmen. Immer wieder kommt es vor, dass Vorträge vom Sitzplatz aus gehalten werden – das ist dusslig, denn es kostet Dich einen Großteil der Aufmerksamkeit deiner Kommilitonen. Wenn die Seminarleitung es aus unerfindlichen Gründen nicht ohnehin erzwingt, solltest Du darauf bestehen, vor dem Seminar stehend deinen Vortrag zu halten. „5 dusslige Fehler in studentischen Vorträgen“ weiterlesen