4 x Heimat – Sommerabendgottesdienste 2014

Im Sommer haben wir eine Reihe Gottesdienste im Thüringischen gehalten. Als Sommervertretung des Ortspfarrers waren wir vier Wochenenden lang unterwegs und haben Gottesdienste in Brunnhartshausen, Empfertshausen, Andenhausen und Neidhartshausen gehalten. Dazu gehörten eine Reihe „normaler“ Sonntagmorgengottesdienste und vier spezielle Abendgottesdienste. Die vier Abendgottesdienste haben wir unter das Thema „Heimat“ gestellt. In den nächsten Tagen werden (so noch nicht geschehen) weitere Predigten und noch mehr Material hier auf dem Blog erscheinen, doch zuerst einmal ein Fazit.

sommer2014Eine Richtigstellung zuvor: von den vier Abendgottesdiensten waren eigentlich nur zwei „richtige“ Gottesdienste, so mit Liturgie und Predigt und allem drum und dran. Für den Jugendgottesdienst in Neidhartshausen verzichteten wir auf die übliche Liturgie und bei der Kirchgarten-Serenade gab es zwischen den einzelnen Musikstücken und Liedern eine kurze Andacht.

Heimat
Das Thema haben wir ganz bewusst gewählt. Als wir es uns im Mai ausmalten, dachten wir an die nahenden Landtagswahlen, an die Heimatverbundenheit gerade der älteren Gemeindemitglieder und an das, was wir als junge Theologen mitbringen. Als wir im August die Gottesdienstreihe begannen, hatte das Thema durch die Kriege in Gaza und im Irak an Aktualität nur noch mehr zugenommen.

Die Predigten (und die ganze Gottesdienstgestaltung) sollten diese unterschiedlichen Bezüge aufnehmen. Zentral dafür war die Erzählung einer eigenen „Gottesdienstdramaturgie“, in dem Sinne, dass ein Gottesdienst auf den anderen aufbauen sollte. Das ist uns alles in allem recht gut gelungen. „Heimat verlieren“ als Ausgangspunkt folgte „Heimat suchen“, der Jugendgottesdienst schließlich stand unter dem Motto „Heimat finden“ – einer der großen Herausforderungen, vor denen junge Menschen stehen. Die Kirchgarten-Serenade im ehrenamtlich neugestalteten Kirchgarten in Neidhartshausen beschloß die Reihe mit dem sinnfälligen Motto „Heimat schenken“.

Fazit
Diese unsere „Strategie“ (O-Ton Ortspfarrer), den einen oder anderen Gottesdienstteilnehmer in mehrere Veranstaltungen zu locken, ist gut aufgegangen. Nachdem wir im letzten Jahr durchgehend unter oder gerade so 10 Teilnehmer pro Abendgottesdienst zählten, waren dieses Jahr alle Abendgottesdienste gut besucht. Das mag auch an der Bläsergruppe gelegen haben, die Interessierte gelockt hat, vor allem aber daran, dass wir die Abendgottesdienste von Samstag 18 Uhr auf Freitag 19:30 Uhr verlegt haben.

So fanden sich in Brunnhartshausen und Andenhausen jeweils über 20 Gottesdienstteilnehmer ein, der Jugendgottesdienst war mit 40 Teilnehmern grad so stark besucht wie letztes Jahr und die Kirchgarten-Serenade mit ebenso vielen Gästen auch ein Erfolg. Zu dieser abschließenden Abendmusik hätten wir uns zwar noch mehr Gäste gewünscht, doch muss man hier wohl auch bedenken, dass nach drei aufeinanderfolgenden Wochen und mit der Kirmes am darauffolgenden Wochenende, die mögliche Teilnehmerzahl gut ausgeschöpft ist.

Einen wunderbaren Nebeneffekt hatte der gute Gottesdienstbesuch noch: an allen vier Abenden sammelten wir für die Arbeit von God’s Golden Acre, ein südafrikanisches Hilfsprojekt für Kinder, das ein Herzensanliegen eines Hallenser Freundes von uns ist. Gegenwärtig wird in Deutschland ein Unterstützer-Verein gegründet, der das Spendensammeln hierzulande erleichtern soll. Insgesamt sind 162 € für Schulmaterial und Verpflegung der Kinder zusammengekommen. Diese Summe übersteigt bei weitem das normale Kollektenaufkommen.

Als schließlich auch die letzten beiden Gottesdienste (s. Die Bekehrung des Paulus predigen) zu Ende waren, zogen wir ein durchweg positives Fazit unser Sommergottesdienste. Unser Dank geht an Pfarrer Bonhardt, der uns wie schon im letzten Jahr auf seine Kanzeln gelassen hat, den zahlreichen Helfern, den Bläsern und dem Herrn da oben, dafür, dass die Fahrten zwischen Halle und der thüringischen Rhön sicher und ohne Probleme verliefen.

Weitere Infos zum Sommer 2014 und die dazugehörigen Predigten gibt’s hier.

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