Ob Du wirklich richtig stehst, siehst Du, wenn das Licht angeht!

Ende des Kirchenjahres. Volkstrauertag, Buß- und Bettag, Ewigkeitssonntag. Am Ende des (Kirchen-)Jahres geht es um Rückblick, traditionell rückt der Tod ins kollektive Bewusstsein. Im Gottesdienst singen wir Es ist gewisslich an der Zeit …. Im Alltag haben die Vorbereitungen für Weihnachten und das Jahresende längst begonnen. In der „traurigsten Woche des Kirchenjahres“ ein paar Gedanken zum Tod. history-010 „Ob Du wirklich richtig stehst, siehst Du, wenn das Licht angeht!“ weiterlesen

Nicht vom Brot allein

„Da wurde Jesus vom Geist in die Wüste geführt, damit er von dem Teufel versucht würde. Und da er vierzig Tage und vierzig Nächte gefastet hatte, hungerte ihn. Und der Versucher trat zu ihm und sprach: Bist du Gottes Sohn, so sprich, dass diese Steine Brot werden. Er aber antwortete und sprach: Es steht geschrieben: »Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeden Wort, das aus dem Mund Gottes geht.“ – Matthäus 4, 1-4

Die vorösterliche Passionszeit wird häufig auf diese 40 Tage, die Jesus von Nazareth in der Wüste verbracht hat, zurückgeführt.

Jesus wird vom Geist Gottes in die Wüste geführt, um sich dort zu erweisen. Das Gleiche geschieht auch uns täglich. Christen beten um Hilfe in ihrem Leben, um Mut oder mehr Zeit, Geduld, Gelassenheit, Selbstbewusstsein und noch viel mehr. Der falsche Weg wäre es, darauf zu warten, dass einfach so etwas passiert. Vielmehr werden auch wir in Situationen geführt, in denen wir das Potenzial, das da in uns liegt, erfahren können. Wir erleben eine Situation, in der wir endlich mutig sein müssen und erfahren, dass wir es können. Ich erlebe immer wieder, dass ich zornig werde und mich immer wieder über die gleichen Dinge aufrege, dann denke ich an mein Gebet, spüre, dass ich gelassener werde, weil Gott auch dies in mich hineingelegt hat. Gebet ist Erinnerung.

Jesus wird mit seinem eigenen Wunsch nach Nahrung konfrontiert. Er besinnt sich auf das, was ihm noch wichtiger ist, als satt zu werden. Er besinnt sich auf das Wort, welches Gott in sein Leben gegeben hat und wird satt.

Alle Artikel zur Passionszeit auf einen Blick:

Weihnachtsgeheimnis? – Weihnachtsandacht

Vielleicht habt ihr zu Hause bei Euch ja auch eine Weihnachtskrippe. Wir neigen dazu, eine Weihnachtskrippe als nur eine weitere Form von weihnachtlichem Schmuck zu sehen. Die Weihnachtskrippe ist aber Vergegenwärtigung einer Geschichte, auch wenn es sich bei dieser Geschichte nicht um ein historisches Ereignis handelt.

Bei meiner Mutter stehen gleich zwei. Eine davon ist ganz schlicht. Die Figuren sind aus Gips und unbemalt. Die Krippenfiguren stehen nicht einmal unter einem schützenden Dach. Aber sie sind alle da, die Protagonisten der Weihnacht: die Weisen, die Hirten, Schafe, ein Ochse und ein Esel, dazu Maria und Josef. Alle sorgsam gruppiert um einen Futtertrog, in dem ein kleines Kind liegt. Jede dieser Figuren hat eine Geschichte, die sich über Jahrhunderte entwickelt hat, aber die sollen uns heute einmal egal sein. In der Weihnachtserzählung des Lukas fehlen die Weisen. Selbst dem begnadetsten Erzähler des Neuen Testaments kann nicht alles einfallen. Aber wir müssen auf die Weisen nicht verzichten. Wir finden sie in der Weihnachtserzählung des Matthäus. Auch ihre Geschichte will ich heute nicht erzählen, es genügt schon zu wissen, dass sie von allen Protagonisten der Weihnacht, diejenigen sind, die uns am meisten ähneln.
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