SommerRückblick Teil 1: Kirche und Politik beim StaJuPfa in Dresden

So jetzt geht es hier auch mal wieder los. Nach einer ausgedehnten Sommerpause melde ich mich gleich mit mehreren Teilen eines SommerRückblicks zurück. Dazu gehören insbesondere die Predigten aus drei Gottesdiensten, die ich im Thüringischen gehalten habe –  dazu später hier mehr.

Denn am 7. Juli habe ich meine Jugendleitercard mal wieder aufgefrischt. Natürlich wie immer bei meiner alten FSJ-Einsatzstelle, dem Ev.-Luth. Stadtjugendpfarramt in Dresden. Diesmal durfte ich einen kleinen Teil unseres Programmes übernehmen und habe einen kleinen Seminarteil zum Thema Kirche und Politik geleitet. Unten die zugehörige Präsentation. „SommerRückblick Teil 1: Kirche und Politik beim StaJuPfa in Dresden“ weiterlesen

Artikel des Tages – Henry Ward Beecher

Häufig genug hält die Wikipedia eine kleine Überraschung für mich bereit. Mein Artikel des Tages springt mich meistens an, wenn ich irgendwo anders hin unterwegs bin. Nicht so mit Henry Ward Beecher. Auf ihn bin ich über seine berühmtere Schwester Harriet Beecher Stowe gestoßen, die ja auch in Deutschland als Autorin von Onkel Toms Hütte bekannt ist. Henry selbst war Prediger, Redner und Autor zahlreicher Bücher. Vor allem trat er in der Öffentlichkeit für die Abschaffung der Sklaverei ein. Vor 200 Jahren am 24. Juni 1813 wurde er geboren.

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Als Prediger zog er große Massen an, widersprach der Sklavenhaltung und setzte sich für die Gleichberechtigung von Frauen ein. Beecher hat zweifelsohne eine spannende Biographie. Zeitweise galt er als Promi, da er in einen Untreueprozess verwickelt war. Mehr dazu in diesem guten biographischen Artikel.

 The cynic is one who never sees a good quality in a man and never fails to see a bad one. He is the human owl, vigilant in darkness and blind to light, mousing for vermin, and never seeing noble game. The cynic puts all human actions into two classes — openly bad and secretly bad.
– Lectures to Young Men

Zum 200. Geburtstag von Søren Kierkegaard

Vor 200 Jahren wurde der dänische Philosoph Søren Kierkegaard geboren. Er wuchs in einem frommen Elternhaus auf, studierte Philosphie und protestantische Theologie. Er wurde einer der Wegbereiter der Exististenzphilosohie; Kirchenkritiker, Literat und Zweifler. Zum Ende seines Lebens ein Gescheiterter wird sein Werk bis heute intensiv rezipiert.

Gegen die verfasste Christenheit führte er einen breiten Gedanken des Christentums ins Feld. Dieses muss im Zweifelsfalle vor den Kirchen gerettet werden. Ausgangspunkt seines Denkens ist das Individuum, das er als erster Denker der Neuzeit radikal in das Zentrum seines Denkens stellt. Damit ist er bis in unsere Zeit hinein Türöffner, auch für die Kritik an übertriebenen und falschverstandenen Individualismus. Das Gewissen des „Ichs“ rückt in die volle Verantwortung, das verbindet ihn mit Luther und macht ihn zum Vater jedes Existentialisten.1 „Kierkegaard vertrieb die Philosophie aus der Sphäre lebensferner Spekulation. An ihre Stelle setzte er ein leidenschaftliches Denken, das uns alle angeht. Wer ihn liest, weiß nach einer halben Seite: Hier wird meine Sache verhandelt, meine Chance und mein Scheitern, meine Verzweiflung und meine Möglichkeit des Glücks.“2

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Der kleine Grieche – Philipp Melanchthon

„Gott gibt uns Beispiele, die uns anzeigen,
dass wir nicht so sehr durch menschliches Planen geleitet werden,
sondern dass wir von Gott Leitung erbitten müssen.“

Am 16. Februar 1497 wurde Philipp Melanchthon geboren. Nach umfassenden Sanierungsmaßnahmen wird an diesem Wochenende in Wittenberg das Melanchthonhaus wiedereröffnet. Eine Würdigung des „kleinen“ Reformators.

Viel ist in den letzten Jahrhunderten schon über diesen großen reformatorischen Lehrer und Theologen gesagt und geschrieben worden. Seine unheimliche Schaffenskraft führte ihn bereits in jungen Jahren auf das Katheder. Nachdem auch die damals junge Universität Wittenberg eine Professur für Griechisch einrichtete, kam er in die Stadt Luthers und der Reformation. Bekannt ist er in seiner Rolle als Reformator an der Seite Luthers, stets im Hintergrund und doch wortgewaltig, davon zeugen die Loci genauso wie die Confessio Augustana und deren Apologie. Geschätzt wird er darüber hinaus als Praeceptor Germaniae, der der humanistischen Bildung in deutschen Landen zu neuer Blüte verhalf.

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