Nicht nur meine „Rede des Jahres“ – Navid Kermani über Deutschland

Zur Feierstunde des Bundestages anlässlich des 65. Jahrestages der Verabschiedung des Grundgesetzes hielt Navid Kermani dieses Jahr eine großartige Rede. Natürlich wurde sie wahrgenommen, aber ich denke, noch viel mehr Menschen sollten sie hören. In einem Land wie Deutschland, dem es an wichtigen und schönen Reden mangelt und an Intellektuellen, die sich nicht in Ü80-Vergangenheitssprech ergehen (ja, sie Herr Grass), ist diese Rede mehr als nur ein Kleinod. Ich denke, es ist die beste politische Rede dieses Jahrzehnts. Und sie ist in diesen Tagen, in denen wir erneut über Zuwanderung und Asylrecht diskutieren, pures Gold.

 

 

Das Seminar für allgemeine Rhetorik der Universität Tübingen hat die Rede jetzt zur „Rede des Jahres“ gekürt. Ich schließe mich Lenz Jacobsen von DER ZEIT an: Danke, Navid Kermani!

Rezension – „Make Love – Ein Aufklärungsbuch“

Was weißt Du über Sex?

Ich gehöre ja zu einer Generation, die so ziemlich alles schon gesehen hat, was im Bett (oder anderswo) so abgehen kann. Dem Internet sei Dank, steht heute ja mehr als genug Anschauungsmaterial zu Verfügung. Außerdem wurden wir doch alle aufgeklärt: von Eltern, die nicht mehr ganz so verklemmt waren wie ihre eigenen Eltern und von Lehrern, die sich im Biologieunterricht überwanden und mit uns die wichtigsten Dinge durchsprachen. „Rezension – „Make Love – Ein Aufklärungsbuch““ weiterlesen

Turnen

Die Adventszeit hat begonnen und damit auch für den konsumkritischsten Theologiestudenten die Zeit der Naschereien und Festgelage. Tausende Sorten Kekse und Stollen und gebrannte Mandeln und alles was das Herz begehrt gibt es jetzt wieder im Überschwang. Natürlich auch die berüchtigten Weihnachtsmänner und Lebkuchen, die ja schon seit September ihrer Vernichtung harren. Ich für meinen Teil habe damit überhaupt kein Problem. Das heißt, ein Problem habe ich schon, ein Gewichtsproblem. Da geht es mir so wie unserer Kirche.


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