4 x Heimat – Sommerabendgottesdienste 2014

Im Sommer haben wir eine Reihe Gottesdienste im Thüringischen gehalten. Als Sommervertretung des Ortspfarrers waren wir vier Wochenenden lang unterwegs und haben Gottesdienste in Brunnhartshausen, Empfertshausen, Andenhausen und Neidhartshausen gehalten. Dazu gehörten eine Reihe „normaler“ Sonntagmorgengottesdienste und vier spezielle Abendgottesdienste. Die vier Abendgottesdienste haben wir unter das Thema „Heimat“ gestellt. In den nächsten Tagen werden (so noch nicht geschehen) weitere Predigten und noch mehr Material hier auf dem Blog erscheinen, doch zuerst einmal ein Fazit.

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Wahlunwilligkeit

Ich habe in meiner (kurzen) Wählerbiographie einmal die Wahl verweigert. In der Stichwahl zum Oberbürgermeister meine Heimatstadt Dresden standen sich die CDU-Kandidatin Helma Orosz und der Kandidat der PDS gegenüber. Ich absolvierte den ersten Wahlgang noch per Briefwahl von Halle aus, auch die Unterlagen für den Zweiten lagen auf meinem Schreibtisch. Doch konnte ich mich nicht durchringen, einem der in meinen Augen ungeeigneten Kandidaten meine Stimme zu geben. Einige Freunde wählten damals ungültig, ich ließ meine Wahlunterlagen unausgefüllt auf dem Schreibtisch liegen, irgendwann wanderten sie in den Müll. Einen Unterschied machte es eh nicht. „Wahlunwilligkeit“ weiterlesen

Zukunft unter Heiden

Nach langer Unterbrechung (seit Februar!) geht es diesen September weiter mit Unter Heiden. Vor 25 Jahren fiel die Mauer, seit 24 Jahren gibt es nur noch ein Deutschland. Unter Heiden schreibe ich über Ostdeutschland, weil viele immer noch nicht wissen, was es damit auf sich hat. Ich schreibe auch über den Glauben der Menschen, die hier leben. Ich nenne sie Heiden, weil sie in der Mehrheit keiner Kirche angehören. Und weil viele von ihnen ihren Glauben leben, wie es die Heiden biblischer Zeiten taten, indem sie sich aus dem Angebot was Passendes aussuchen. Ich meine das nicht böse, ich sage es mit gewissem Stolz. Manchmal ist es gar nicht so übel, Heide zu sein oder unter den Heiden zu leben.

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Minderes Unwohlsein beim Anblick des deus ex machina

In Zeiten des Krieges kann Gott nicht ruhig schlafen, er wird von allen Seiten in Anspruch genommen. Versicherten sich in früheren Zeiten die  Menschen des Wohlwollens Gottes oder behaupteten, in seinem Willen in den Krieg zu ziehen, geschieht heute – im deutschen Protestantismus allzumal – genau das Gegenteil. Doch Gott muss immer noch als Begründung bestimmter Überzeugungen herhalten und wird als letztes und bedeutendes rhetorisches Mittel ins Feld geführt. Dabei wird mir immer wieder unwohl. „Minderes Unwohlsein beim Anblick des deus ex machina weiterlesen