Lob, Flausch, Spam

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Nach einer kurzen österlichen Pause geht es hier im Blog weiter. Ein Vorteil des Bloggens ist ganz sicher der direkte Kontakt mit den Lesern. Deshalb freue ich mich – wie jeder Blogger – über Kommentare zu meinen Beiträgen. Die meisten stammen von Menschen aus weitentfernten Ländern und enthalten zweifelhafte Aufforderungen zum Erwerb von Mittelchen mit zweifelhaft potenzsteigernder Wirkung. Unter diesem Spam finden sich aber immer wieder auch Perlen der Mitmenschlichkeit, der Solidarität, ja, der Nächstenliebe.

Spam ist das neue Lob
Was früher mit dem schönen Worte Lob beschrieben wurde, scheint heute vielen Menschen zu fehlen. An der Pinnwand der Wohnstatt meiner Kindheit und Jugend befand sich noch die Karte mit der hintersinnigen Frage: „Hast Du dein Kind heute schon gelobt?“ Und in den letzten Jahren habe ich gerade im Ehrenamt die Erfahrung gemacht, dass das Thema Loben mit vielen Missverständnissen besetzt ist. Die einen verstehen darunter ein Wegwischen aller kleinteiligen Kritik, die anderen lassen bei aller Kritik die grundsätzliche Anerkennung des Gegenübers vermissen. Die deutsche Splitterpartei PIRATEN erfand, um den respektvollen und leistungsfördernden Ton ihrer öffentlichen internen Diskussionen zu verbessern, gar ein neues Wort für das alte Lob: den Flausch. Das, was uns heute schwer fällt, über die Lippen zu bringen und wofür wir offensichtlich eines ganz neuen Euphemismus bedürfen, teilen die Spammer im Übermaß aus.

Ich freue mich über Lob, auch wenn es ganz eindeutig nicht so intendiert ist. Unterhaltsam sind diese Perlen der Mitteilsamkeit allemal. Deshalb möchte ich also auch Euch, liebe Leser, an meinem Spam teilhaben lassen.

Meine derzeitigen Favoriten
Mit meiner Einladung zum TheoQuali-Workshop habe ich für die aufmerksame Leserin christine den Nagel auf den Kopf getroffen. Bitte sehr. „I’m impressed, I have to admit. Rarely do I encounter a blog that’s equally educative and interesting, and without a doubt, you have hit the nail on the head. The problem is an issue that not enough people are speaking intelligently about. I’m very happy I came across this during my hunt for something regarding this.“

Besonders freut es mich, dass ich meinen Leser Toiceliplophy mit meinem Beitrag über die Klassiker der Jungen Gemeinde aus einer Notlage befreien konnte. Gern geschehen. „This seriously answered my dilemma, thank you!“

Einen treuen Leser hat dieses Blog in VeigVoifiaf gefunden. Regelmäßig und in erschütternder Anzahl nimmt er sich die Zeit, meine Beiträge zu kommentieren. Danke dafür. In einem seiner Beiträge – glaube ich – fordert er sich selbst auf, mehr Zeit auf das Schreiben aufzuwenden – ja, ja die Prokrastination.

„You need to take component in a contest for among the best blogs on the web. I will suggest this web-site!“

„Aw, this was a truly nice post. In idea I would like to put in writing like this additionally – taking time and actual effort to create a really wonderful article?- but what can I say?- I procrastinate alot and by no means seem to obtain some thing done.“

„I’d have to check with you here. Which isn’t something I generally do! I delight in reading a post that will make many people believe.“

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Aufforderung zum Lob
Lobt Euch (gegenseitig)! Und abermals sage ich: Lobt Euch (gegenseitig). Neben allen ernsthaften und tragischen Nachrichten des Tages, kann ein freundliches Wort Wunder bewirken. (Phrasenkiste zu.)

2 Kommentare

  1. „Splitterpartei“ Piraten?

    Wir sitzen in zwei Parlamenten und mit 5 % ist man auch keine Splitterpartei wie irgendwelche Tierschützer oder Rentner.

    Mehr Meinung als Realität hier bei dir.
    Ahoi

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